ELEKTROANLAGEN IN

BOOTSHÄUSERN  &  MARINAS

- Beleuchtung und Landstrom      

Wichtige Kriterien für eine gute Marina sind eine ausreichende blendfreie Beleuchtung und ein sicherer Landstromanschluß

Beleuchtung ist zum einen wichtig, um abends/nachts bspw. nach dem Landgang oder dem Besuch von Dusche/Toilette wieder sicher an Bord gelangen zu können.

Für abendlich einlaufende Gastlieger, die meist nicht ortskundig sind, ist eine ausreichende und vor allem blendfreie Beleuchtung der Anlage ein wichtiges Sicherheitskriterium..

Die Einfahrt ist idealerweise wie bei einer Hafenmole mit Rot / Grün befeuert.

Die Stege sollten am Kopf mit einem weißen Licht befeuert sein.

Einzel stehende Dalben sind idealerweise mit einem weißen Licht markiert. Zumindest aber auffällig angestrichen.

Stegbeleuchtung
Stegbeleuchtung 2
Stegbeleuchtung 3

Hat man dann in seiner Box zugewiesenen Box festgemacht, stellt sich die Frage nach dem Landstrom.
Schließlich sollte das Bier im Kühlschrank nicht warm werden ;-)

Idealerweise befindet sich in der unmittelbaren Nähe ein der Box zugeordneter 220 Volt Anschluß.

Üblicherweise passen die blauen CEE Stecker  16 Amper.

Bild Stecker siehe unten

Lebenswichtig dabei ist das der 220 V Anschluß mit einem FI 
( Fehlerstromschalter 30 mA ) und einer Sicherung oder einem Kombi FI/LS  abgesichert ist.

Stecker CEE 16 A

Um als Gastlieger bei Abreise den verbrauchten Strom abrechnen zu können, gibt es mehrere Möglichkeiten :

- Zähler am Anschluß selbst :

Abrechnung nach Ansage Hafenbüro

- Münzautomaten
Der Anschluß stellt solange Strom zur Verfügung, bis das eingeworfene Guthaben verbraucht ist.

- Zentrale Verbrauchserfassung im Hafenbüro
Der Gastlieger erhält eine Chipkarte, einen Transponder o.ä. und rechnet bei Abreise im Büro ab.

Stromsäule mit Abrechnung
Münzautomat
Stromsäule  blau
Stromsäule Campingplatz

Strom und Wasser sind eine sehr brisante Mischung.

Die Gefahr eines Stromschlags ist durch die Feuchtigkeit erheblich erhöht. Weiterhin treten häufig Schäden durch Korrosion auf. - Wind und Wetter setzen besonders den Anlagen  draussen am Steg zu.

Deshalb sollte spätestens alle 4 Jahre oder im Fehlerfall sofort,
jeder Anschluß auf Funktion und vor allem auf Sicherheit überprüft werden.
Diese gesetzlich vorgeschriebene Prüfung wird von einer qualifizierten Elektrofachkraft durchgeführt .
Die Prüfung wird durch ein Protokoll und eine Prüplakette dokumentiert. Das Prüfprotokoll erhält der Marinabetreiber.

Die Prüfplakette wird am oder in unmittelbarer Nähe des Anschlußes gut sichtbar angebracht.

Die Plakette weist auch auf den nächsten Prütermin hin.
Damit sind Sie als Betreiber der Anlage in einem Schadensfall gut abgesichert.

E Check GWi

AKTUELLER  TREND :   HAUSBOOTE

In den letzten Jahren hat sich einiges auf dem Wasser verändert :
Während die Anzahl der bekannten klassischen Segel- und Motorbooten nahezu stagniert, sind  hohe Zuwachsraten bei Flössen und Hausbooten zu beobachten.

Es ist einfach ‘in’ auf dem Wasser zu wohnen oder rustikal maritimen Urlaub zu machen - und das gerade bei jungen Leuten und Familien.

Damit steigt auch die Nachfrage nach entsprechenden Liegeplätzen. Um den gerade bei Hausbooten hohen Ansprüchen an die technische Infrastruktur gerecht zu werden, ist  eine zuverlässige sichere Stromversorgung besonders wichtig.